Du sitzt vor deinem Mikro, möchtest die nächste Podcastfolge aufnehmen und plötzlich kommt diese Frage: „Okay … worüber spreche ich heute eigentlich?“
Wenn dir das regelmäßig passiert, fehlen dir wahrscheinlich nicht die Ideen. Dir fehlt ein System für deine Themenplanung.
Gerade bei einem Business-Podcast sollte die Frage nämlich nicht nur lauten: „Worüber könnte ich sprechen?“ Sondern: „Welche Folge braucht meine Zielgruppe gerade von mir?“
Gute Podcastthemen beginnen bei deiner Zielgruppe
Deine Expertise liefert dir wahrscheinlich Stoff für hunderte Folgen. Aber nicht jedes Thema ist für deine potenziellen Kunden gleichermaßen relevant.
Starte deshalb bei ihren Problemen. Welche Fragen stellen sie? Worüber grübeln sie? Welche Fehler machen sie? Was hält sie davon ab, ihr Ziel zu erreichen? Was verstehen sie bisher falsch? Welche Entscheidung schieben sie vor sich her?
Genau dort liegen deine Themen.
Nutze Fragen aus deinem Business
Eine deiner wertvollsten Ideenquellen hast du wahrscheinlich bereits vor dir. Deine Kunden. Notiere dir Fragen aus:
- Erstgesprächen
- Kundencalls
- Instagram-DMs
- Kommentaren
- E-Mails
- Workshops
- Verkaufsgesprächen
Wenn eine Person diese Frage stellt, denken häufig noch viele andere darüber nach.
Plane Themen entlang der Customer Journey
Nicht jeder Hörer befindet sich an derselben Stelle. Eine Person erkennt gerade erst ihr Problem. Eine andere sucht bereits nach einer Lösung. Und eine dritte vergleicht vielleicht schon verschiedene Anbieter.
Dein Podcast darf Inhalte für unterschiedliche Phasen enthalten. So entsteht ein Podcastarchiv, das Menschen Stück für Stück näher an deine Expertise und dein Angebot führt.
Zeige deine Expertise anhand konkreter Probleme
Ein häufiger Fehler bei Experten-Podcasts: Man möchte zeigen, wie viel man weiß – und wählt deshalb sehr große Themen.
Aber häufig funktionieren konkrete Fragen besser. Statt „Marketing für Selbstständige“ könnte ein Thema beispielsweise lauten: „Warum deine Instagram-Follower dein Angebot sehen, aber trotzdem nicht kaufen“.
Je konkreter das Problem, desto leichter erkennt deine Zielgruppe: „Das betrifft mich.“
Nutze verschiedene Podcast-Typen
Wenn jede deiner Folgen ähnlich aufgebaut ist, wird nicht nur die Planung schwieriger. Du nutzt auch nicht das gesamte strategische Potenzial deines Podcasts.
Du kannst beispielsweise Folgen erstellen, die:
- ein konkretes Problem lösen
- einen Denkfehler aufdecken
- einen Einwand behandeln
- deine Arbeitsweise zeigen
- eine Kundenentwicklung erzählen
- eine klare Meinung positionieren
Dadurch entsteht Abwechslung – und gleichzeitig eine strategische Content-Bibliothek.
Plane nicht jede Woche von vorne
Wenn du jede Woche neu überlegst, worüber du sprechen könntest, fühlt sich Podcasting schnell nach zusätzlicher Arbeit an. Plane deine Themen deshalb in Blöcken. Zum Beispiel für die nächsten acht oder zwölf Wochen.
So kannst du bewusst darauf achten, verschiedene Themen, Probleme und Phasen deiner Customer Journey abzudecken. Und du kannst deine Podcastfolgen wesentlich besser mit deinem restlichen Marketing verbinden.
Die bessere Frage für deine Podcastplanung
Frag dich künftig nicht nur: „Was könnte ich aufnehmen?“ Frag dich: „Was muss mein Wunschkunde heute von mir hören?“
Dieser kleine Perspektivwechsel kann aus einer spontanen Themensammlung eine strategische Podcastplanung machen.
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